Jochen Schmidt

Geboren 1970 in Berlin-Friedrichshain, studierte Jochen Schmidt nach Abitur, Armee und Zivildienst Romanistik, Informatik und Neuere deutsche Literatur in Berlin. Sprachreisen führten ihn nach Brest, Valencia, Rom, New York, Moskau, Sofia, Kaliningrad, Minsk, Cluj, Odessa, Timisoara und Craiova. 1999 war er Mitbegründer der wöchentlichen Lesebühne „Chaussee der Enthusiasten“.

Foto: Tim Jockel

Veröffentlichungen

  • „Triumphgemüse“ (C.H.Beck 2000)
  • „Müller haut uns raus“ (C.H.Beck 2002)
  • „Seine großen Erfolge“ (dtv 2003)
  • „Gebrauchsanweisung für die Bretagne“ (Piper 2004)
  • „Chaussee der Enthusiasten - Anthologie“ (Verlag Voland & Quist 2005)
  • Meine wichtigsten Körperfunktionen“ (C.H.Beck 2007)

Theater/Performance, Comic, Kolumnen u.a.:

  • Kolumnen zur Fußball-EM (FAZ/Berliner Seiten 2002)
  • Kolumnen zur Fußball-EM in “Eins, zwei drei, wieder mal vorbei” (Eulenspiegel-Verlag 2004)
  • „Gute Laune Löffeln“ (Choreographie und Regie: Sommer Ulrickson, Regieassistenz und Texte: Jochen Schmidt, Theater unterm Dach, Berlin)
  • Guy Delisle „Shenzhen“ (Reprodukt 2006), Übersetzung aus dem Französischen
  • Kolumnen zur Fußball-WM, in: „Der Ball ist aus“ (Eulenspiegel-Verlag 2006)
  • „Schmidt liest Proust“ (lektürebegleitendes Blog, www.vertr.antville.org, Juli 2006–Januar 2007)
  • „Weltchronik“, monatliche Gegenwartsarchivierungsshow (2007)
  • Guy Delisle „Pjöngjang“ (Reprodukt 2007), Übersetzung aus dem Französischen
  • „Und einen Fetzer“ (Text: Jochen Schmidt, Zeichungen: Mawil, in: Schreibheft – Zeitschrift für Literatur Nr.68, 2007)
  • „Schmidt liest Proust“ (Voland&Quist 2008)

Preise und Auszeichnungen

  • 1999 – Gewinner des Open Mike der Literaturwerkstatt Pankow
  • 1999 - Würth-Literaturpreis der Poetik-Dozentur Tübingen
  • 2002 - Publikumspreis beim Grazer Steirischen Herbst
  • 2003 - „Literaturtandem“ – Stipendium der Stiftung Brandenburger Tor, dreimonatiger Aufenthalt in Sarajevo
  • 2004 - Förderpreis zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor

Pressestimmen

Zu „Meine wichtigsten Körperfunktionen“:

„Schmidts Stücke sind komisch und zugleich sehr ernst, ja von einer tiefen existentiellen Traurigkeit durchzogen. Als Lesebühnentexte wollen sie mit Gelächter quittiert werden, aber um wirklich pointentechnisch zu zünden, sind sie regelmäßig ein Weniges zu lang, und in dieser Verschleppung des komischen Effekts zeigt sich dann das Ernsthafte von Schmidts Ansatz. (…) [M]an kommt gar nicht umhin, den anspruchslosen, gebärneidischen, inkompetenten, vergesslichen, vorbildlichen und vielschichtigen Jochen Schmidt nach diesem Buch zu lieben. “ (Christoph Bartmann, Süddeutsche Zeitung, 5.9.2007)

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