Veröffentlichungen
Gedichtbände
- „Probebohrung im Himmel“ (Berlin Verlag 2001)
- „Guerickes Sperling“ (Berlin Verlag 2004)
- „Achtzehn Pasteten“ (Berlin Verlag 2007)
- „Der Wald im Zimmer. Eine Harzreise“ (mit Björn Kuhligk, Berliner Taschenbuch Verlag 2007)
Übersetzungen
- James Tate „Der falsche Weg nach Hause“ (Berlin Verlag 2004)
- Matthew Sweeney „Rosa Milch“ (Berlin Verlag 2008)
Herausgeber
- „Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen“ (mit Björn Kuhligk, DuMont 2003)
- „Lyrik von Jetzt zwei. 50 Stimmen“ (mit Björn Kuhligk, Berlin Verlag 2008)
Preise und Auszeichnungen
- 2001 - Hamburger Förderpreis für Literatur
- 2001 - Förderpreis zum Hermann-Hesse-Preis
- 2002 - Stipendium im Künstlerhaus Edenkoben
- 2003 - Christine-Lavant-Publikumspreis
- 2004 - Heinrich-Heine-Stipendium in Lüneburg
- 2004 - Alfred Gruber Preis
- 2004 - Mondseer Lyrikpreis
- 2004 - Anna-Seghers-Preis
- 2005 - Ernst-Meister-Preis
- 2006 - Erster Arno-Reinfrank-Literaturpreis
- 2007 - Stipendium in der Deutschen Akademie Rom, Casa Baldi
- 2008 - „writer-in-residence“ am Oberlin College in Ohio, USA
Pressestimmen
„Der Poeta doctus seiner Generation mixt Mythologie mit Minimalismus zu Sprachkunstwerken von echter Eleganz.“ (Florian Illies, DIE ZEIT)
„Wagner ist ein Meister des Unreinen, der winzigen Abweichung.“ (Richard Kämmerlings, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
„Eigenwillige Reime, sperrige Themen: Wagner ist ein Meister der Genauigkeit. Aber die Genauigkeit in seinen Gedichten hat niemals etwas Pedantisches, sondern liefert nur das Maß für Wagners versonnene Klugheit. (…) Beeindruckend ist die scheinbare Mühelosigkeit, mit der Wagners Gedichte den klassischen Formen folgen und diese doch ankratzen.“ (Claudia Voigt, Kulturspiegel)
„Jan Wagner hat seinen Gedichten einen präzisen, knappen Rhythmus unterlegt; nichts Modisches ist darin, aber viel Zeittypisches; nichts Willkürliches, aber viel Spontaneität; nichts Trüb-Melancholisches, aber doch viel Weiches - sie offenbaren einen frischen, bestechend assoziierenden Blick auf das, was heute bemerkenswert ist.“ (Martin Krumbholz, Neue Zürcher Zeitung)
„Originelle Einfälle und ein sicherer poetischer Griff [...] Dieser junge Lyriker versteht es, die Sprache auf Kundschaft auszuschicken.“ (Thomas Wild, Berliner Zeitung)
Zu „Achtzehn Pasteten“:
„Nun sind ja all die Jungen, die gerade dabei sind, uns eine wahrhaft glanzvolle Ära der deutschen Lyrik zu bescheren – haben es auch schon alle gemerkt? – ausgemachte Könner und Kenner ihres Handwerks. Jan Wagner aber ist da noch mal ein besonderer Fall, weil bei ihm das Vergnügen, das er selbst im Umgang mit seinen Mitteln hat, so offen spürbar ist, dass es ansteckt und man beim Lesen selber in die heiterste Stimmung kommt. Ja, lange hat man keinen Gedichtband in der Hand gehabt, dessen Lektüre eine solche Herzensfreude war. Immer wieder möchte man Chapeau! ausrufen, unsicher nur, ob man selbigen nur ziehen oder nicht zwischendurch auch mal mit Schwung in die Lüfte werfen sollte.“ (Jochen Jung, DIE ZEIT)
„Der Grat, auf dem Wagner wie ein fliegender Robert balanciert, ist hoch und schmal. Und er meistert ihn schwindelfrei. Uns bleibt das beglückte Staunen.“ (Angelika Overath, Neue Zürcher Zeitung)
„Je länger Jan Wagner schreibt, desto genauer choreographiert scheinen die Szenen zu sein, die Auswahl zurückhaltender, das historische, oft entlegene Material gegenwärtiger und weniger gesucht. Und auch der Effekt wird beeindruckender: Immer enger scheinen plötzliche Verzauberung und plötzliches Verstehen zu rücken. Das Genre, in dem Jan Wagner arbeitet, hat seine Grenzen, eben weil es ganz an die Wirkung des Szenischen gebunden ist. Aber innerhalb dieses Genres ist dieser Dichter ein Meister – ein Meister des Entzückens.“ (Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung)
„Kein Lebewesen, kein Ding ist diesem ebenso formbewussten wie phantasiebegabten Poeten zu klein oder unbedeutend, um ihm nicht eine überraschende, zuweilen auch rührende Geschichte zu entlocken. … Bei der Komposition eines ganzen Heeres an ausgefallenen Zutaten erweist sich Jan Wagner als Virtuose des Küchenlateins.“ (Katrin Hillgruber, Tagesspiegel)
Zu „Guerickes Sperling“:
„Der Leser stutzt bei diesem äußerst sprachbewussten Buch, diesem Kaleidoskop traumwandlerisch-beiläufiger Exaktheit (…): so kühl halten in diesen Gedichten die Bilder ihren Überschuss an Bedeutungen in Schach, so wenig neigen sie dazu, ihre metaphysischen Geheimnisse auszuplaudern, so suggestiv gelingt es ihnen immer wieder, scheinbar nur „mitgeschriebene“ Wahrnehmungen mit logischen Widerhaken zu spicken.“ (Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung)
