Helene Hegemann

Helene Hegemann, 1992 in Freiburg geboren, lebt in Berlin. Im Frühjahr 2008 wurde ihr Kunstmärchen „Ariel 15“ im Ballhaus Ost uraufgeführt. Deutschlandradio Kultur hat im selben Jahr eine Hörspieladaption des Stücks produziert. Im Januar 2009 wurde ihr Drehbuch- und Regiedebüt „Torpedo“ mit dem Max-Ophüls-Preis in der Kategorie „Mittellanger Film“ ausgezeichnet und zunächst in Berliner Kinos und dann auch bundesweit gezeigt. In dem auf der diesjährigen Berlinale uraufgeführten Episodenfilm „Deutschland 09“ spielt sie eine der Hauptrollen in Nicolette Krebitz’ Beitrag „Die Unvollendete“. Ihr erster Roman soll im Herbst 2009 erscheinen.

Foto: R.C. Holger

Veröffentlichungen

Hörspiel

„Ariel 15 oder Die Grundlagen der Verlorenheit“ (Deutschlandradio Kultur 2008)

Film

„Torpedo“ (D 2008)

Preise und Auszeichnungen

  • 2009 - Max-Ophüls-Preis

Festivaleinladungen

  • 2008 - 42. Internationale Hofer Filmtage
  • 2008 - Around the world in 14 films, Berlin

Pressestimmen

„Das Debüt der erst sechzehnjährigen Helene Hegemann erzählt mit beeindruckender Unbeirrbarkeit im Niemandsland zwischen Genie und Wahn, mit viel Tempo und getreu dem bekannten Godard-Ausspruch, ein Film müsse einen Anfang, eine Mitte und ein Ende haben, wenn auch nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.“ (Rüdiger Suchsland , F.A.Z., 28.10.2008)

„Für ‚Torpedo’, eine intensive Studie über die 15-jährige Mia, die nach dem Tod ihrer Mutter aus dem Ruhrgebiet zu ihrer Tante nach Berlin zieht und so ins absonderliche Biotop der progressiven Theaterszene gerät, was der psychischen Stabilisierung nur bedingt zuträglich ist, hat der mediale Klassifizierungswahn sie zum ‚Regie-Wunderkind’ stilisiert. Doch an dieser jungen Frau ist nichts Wunderkindliches: kein bisschen altklug, kein bisschen vor der Zeit gereift. Oft klug und reflektiert, manchmal überschwänglich begeistert, und manchmal auch ratlos über das, was das Leben so mit ihr angestellt hat. ” (Stella Donnata Haag, tip Berlin, 21.11.2008)

„Charlotte Roche wird vielleicht vor Neid in die Tischkante beißen, nachdem sie diesen Film gesehen hat. Denn wo sie es nur auf die Allgemeinplätze Liebe und Normalität schafft die körperliche Ebene des Feminismus zu verlassen, ist die kluge Helene Hegemann in ihrer Wirklichkeitsanalyse wesentlich facettenreicher.“ (Dörte Wustrack, Kulturinfo, 11.12.2008)

„Helene Hegemann mischt das Kino auf: Mit 14 schrieb sie ein Drehbuch, mit 15 verfilmte sie es, jetzt ist sie 16 – und ‚Torpedo’ wird auf Festivals gefeiert.“ (Denis Demmerle, Spiegel online, 20.12.2008)

„Ein formal bestechendes Debüt, das spielerisch immer wieder die filmische Illusion durchbricht, etwa durchs Aus-der-Rolle-Fallen der hervorragenden Darsteller, durch Asynchronitäten zwischen Bild und Ton und eine achronologische Erzählstruktur. Dabei gelingt der jungen Regisseurin ein erfrischender Blick auf eine ‘linksresignative’ Erwachsenenwelt, der sie souverän zwischen Slapstick und Poesie den Spiegel vorhält.“ (Filmdienst, Ulrich Kriest)

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