Text und Ton: LAN zum Zweiten

Kein Text ohne Tonlage: Das LAN-Festival schickt an Pfingsten 18 Autorinnen und Autoren auf die Bühne des HAU 2, um erneut den Stimmumfang der jungen deutschsprachigen Literatur erlebbar zu machen. Und dass gute Texte auch gesungen und getanzt werden können, zeigen 3 Singer-Songwriter und 6 Bands.

Neben bereits arrivierten Stimmen der deutschen Literatur wie Jenny Erpenbeck, Henning Ahrens und Kathrin Röggla hat LAN auch Autoren eingeladen, die gerade erstmals aufhorchen lassen: Thomas Klupps Prosadebüt „Paradiso“ wird derzeit ebenso euphorisch besprochen wie die dramatische Prosa der gerade 17jährigen Helene Hegemann. LAN gibt Raum für Neuentdeckungen und rückt dafür die Vielfalt des heutigen literarischen Sprechens in den Fokus: Ob zeitgeschichtliche Rechercheprosa oder experimentelle Lyrik, ob Textbildgeschichten oder Beatboxmonologe – das Festival versammelt quer durch die Genres das Spannendste, was junge Autoren derzeit mit Sprache anstellen.

Auf den Foyerkonzerten drehen wir dann die Verstärker auf – wobei Text und Ton gemeinsam spielbestimmend bleiben. Eingeladen sind Popmusiker, die das Leben im Alltag oder auch vor dem Alltag literarisch zu verteidigen wissen. Die umschwärmte Wiener Band Ja, Panik gastiert bei LAN ebenso wie die Oliver Minck Erfahrung, das brandneue Projekt des Sängers der Kölner Band Wolke. Tarwater präsentieren auf ihrem aktuellen Album Songs zu Texten, die in Poetryworkshops entstanden. Und auch von Sterne-Chef Frank Spilker und Jens Friebe (beide mit Band) ist bekannt, dass sie beim Singen etwas zu sagen haben.

LAN wird veranstaltet vom Texttonlabel KOOK und goldmag.de. In Kooperation mit dem HAU. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.